Juli 3

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Garmisch Partenkirchen – … im „Goldenen Landl“

By Frank

Juli 3, 2020



Grüne Wiesen. Klares Wasser. Umfasst von den eindrücklichen Bayerischen Alpen. 


Das Werdenfelser Land, auch "Goldenes Landl", bezeichnet die alpenländische Urlaubslandschaft. Das "Goldene Landl" erstreckt sich von Mittenwald bis nach Farchant und bildet eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Nicht umsonst nannte auch Bayerns Märchenkönig Ludwig II. seinen Lieblingsplatz "Goldenes Landl".




Aha! Cool...


Römische Reisestation an der Via Claudia

Erste menschliche Siedlungsspuren in der Region sind für die Jungsteinzeit (vor ca. 4000 Jahren) belegbar. Die Region hatte in Folge immer Bedeutung durch ihre Lage an der Reiseroute von Italien an die Donau. In der Römerzeit befand sich an der Stelle des heutigen Partenkirchen die Reisestation Partanum - diese lag an der Römerstraße Via Claudia.

Die Besiedlung des Loisachtales durch die Bajuwaren wird auf das 7. Jahrhundert datiert, Garmisch wird das erste Mal im Jahre 802 als "Geramreskauue" erwähnt, Partenkirchen 1130 als "Barthinichirchen".  Im Jahre 1924 geht die gesamte Grafschaft des Werdenfelser Landes in den Besitz des Hochstifts Freising über. Daran sollte sich auch bis zur Säkularisierung im Jahre 1802 nichts mehr ändern.



Alpencross für Genießer auf der "Via Claudia"

Im Hochmittelalter war Partenkirchen für die Fugger und Welser eine wichtige Station auf dem Weg nach Italien. Daraus resultierte ein wirtschaftlicher Aufschwung; der Ort blühte als Reise- und Handelsstation zwischen Augsburg und Venedig auf.

Heute ist die Alpencross auf der "Via Claudia" eine beliebte Route über die Alpen. Die Route führt von Grainau bei Garmisch über den Fernpass, durchs Inntal, über den Reschenpass, durchs traumhaft schöne Vinschgau und das Etschtal zum Gardasee und folgt damit der zur Radroute ausgebauten alten Römerstraße Via Claudia Augusta. Landschaftlich wunderschöne, fahrtechnisch leichte Transalp



Aktiv entspannen

Den Kopf so richtig frei bekommen. Die Gedanken auf Durchzug schalten. Man nehme: idyllische Bergpfade, saftig grüne Wiesen und kristallklare Bergseen. Alternativ: pudrig weißen Schnee, majestätische Gipfel und winterliche Stille. Dazu eine sportliche Aktivität nach Wahl – und fertig ist der verführerische Urlaubscocktail!

In Garmisch-Partenkirchen stehen der aktiven Erholung das ganze Jahr über Tür und Tor offen – ganz egal, ob man beim Wandern oder Skifahren, beim Radeln oder Langlaufen, beim Golfen oder Tourengehen findet. Mit jeder Minute fühlt man sich dabei ein Stückchen leichter. Vielleicht liegt es ja an den Alltagssorgen, die mit jedem Schritt von den Schultern purzeln? Was man mit nach Hause nimmt: einen Rucksack prall gefüllt mit unvergesslichen Urlaubserinnerungen!

Aktiv entspannen




Touristenmagnet Garmisch-Partenkirchen

Rund eine Million Touristen verbringen jedes Jahr ihren Urlaub im Landkreis Garmisch Partenkirchen. Vor allem die wunderbare Natur und der traditionelle Charme der Region machen Garmisch-Partenkirchen zu einem beliebten Reiseziel. In 2018 zählte man 53.000 arabische Übernachtungs-Gäste, etwa 49.000 Besucher aus den USA und 38.000 Personen aus dem Vereinigten Königreich in Garmisch.




Zusammenlegung von Garmisch und Partenkirchen?

Die endgültige Grundlage für die Zusammenlegung der beiden Gemeinden erfolgte erst zum 01.01.1935, denn 1936 sollte Garmisch-Partenkirchen die IV. Olympischen Winterspiele austragen. 

Bereits König Ludwig II. hatte wohl über eine Zusammenlegung nachgedacht, denn öfters erwähnte er die Bildung der "Stadt Werdenfels". Aber .aufgrund der unterschiedlichen Ansichten der beiden Gemeinden blieb dies immer unrealistisch.




Unglaublich

 

"Olympia"  1936 und die Zusammenlegung

Ach ja - bei der Zusammenlegung (Zwangsvereinigung) 1935 gab es Gegenstimmen, gegen die allerdings mit Androhungen einer Einlieferung in das KZ Dachau vorgegangen wurde.

So hat bis heute die 26.000 Seelen Gemeinde keine Stadtrechte, Markt Garmisch-Partenkirchen ist daher streng gesehen, immer noch ein Dorf. Die Aufteilung in Garmisch und Partenkirchen wird von den alteingesessenen Einheimischen auch heute noch sorgfältig gepflegt...

Der Gamsbock auf der Lederhose ist ein traditionelles Garmischer Zeichen, während man den echten Partenkirchner am nach unten gerichteten Eichenlaub an seinem Jackenrevers erkennt.

Auch in Sachen Dialekt gibt es in den beiden Ortsteilen kleine, aber feine Unterschiede z.B. 1 Liter Bier mit Limonade wird in Garmisch als  "A Rale-Mass", in Partenkirchen hingegen als "A Rala-Mass" eingeschenkt. 🙂

Lederhose mit Messer



Was gibt es prickelndes zu sehen?


Die Skisprungschanze

Die Skisprungschanze in Garmisch-Partenkirchen dürfte inszwischen jeder vom jährlich ausgetragenen Neujahrsspringen kennen. In Deutschland erreicht allein die ARD inzwischen  7 Millionen Zuschauer. Weltweit verfolgen über 100 Millionen Zuschauer das Skispringen am Neujahrstag.

Partenkirchen von der Sprungschanze

Nachdem Deutschland viele Jahre von der Vergabe der Olympischen Spiele, aufgrund des 1.Weltkrieges, ausgeschlossen wurde, erhielt Berlin 1931 die Austragungsrechte der XI. Olympischen Sommerspiele für das Jahr 1936. Die damaligen Rechte erlaubten es dem Austragungsland auch einen Ort für die Olympischen Winterspiele vorzuschlagen. So fiel die Wahl der IV. Olympischen Winterspiele auf den deutschen Wintersportort Garmisch-Partenkirchen.

So wurde eine beeindruckende Holzkonstruktion in Form einer neuen Olympiaschanze errichtet, die über einen 43m hohen und 5m breiten Anlaufturm verfügte. Am 16.02.1936, dem Schlußtag verfolgten hier über 130.000 Zuschauer das Geschehen. Ein Rekord, der bis heute ungebrochen bleibt. Das Olympiastadion, das auch heute noch zu besichtigen ist, wurde erst für die geplante Olympiade im Jahr 1940 erbaut.

1950 wurde die alte Holzkonstruktion abgerissen und durch eine neu moderne Stahlkonstruktion ersetzt. 1978 wurde dann die Schanze erneut umgebaut und der K-Punkt auf 107 Meter verlängert. 2007 wurde die Schanze erneut gesprengt, da das Schanzenzertifikat nicht mehr den FIS-Kriterien entsprach.

Unter größtem Zeitdruck begannen die Arbeiten, um die neue futuristische K125-Schanze rechtzeitig für das Neujahrsspringen 2008 für ca. 14 Mio. Euro fertig stellen zu können.



"Wetten dass ..." - Show (Feb. 2019)

Bei der "Wetten dass"-Show in 2019 stürzte sich Toni Roßberger (aus Penzberg) mit seiner Moto-Cross Maschine von der großen Skisprungschanze in Garmisch-Partenkirchen und landete nach 80 Meter. Es war ein perfekter Sprung mit einer perfekten Landung, alles sah so spielerisch aus. 18,6 Millionen Menschen klebten an der Mattscheibe und wurden Zeuge, wie der junge Penzberger über Nacht eine nationale Berühmtheit wurde.

Weiten dieser Größenordnung erzielten Skispringer in den 30er Jahren auf Skiern... (2008 wurde der Schanzenrekord auf Skiern von Gregor Schliernzauer mit 141 Metern aufgestellt)

Dieser Weltrekord wäre beinahe nicht zustande gekommen, weil während der bereits laufenden Sendung das Motorrad streikte. Kurzerhand musste die Ersatzmaschine herhalten, keiner konnte dieses Risiko einschätzen. Aber alles ging gut....




Lüftlmalerei - Fassadenkunst nach traditionellem Handwerk


Lüftlmalerei in Garmisch

Große Bilder leuchten von den alten Häuserwänden. Sie erzählen Geschichten vom traditionellen Leben und dem tief verwurzelten Glauben der Dorfbewohner: Holzarbeiter und Flößer gehen ihrer harten Arbeit nach, der heilige Christophorus trägt das Jesuskind über den Fluss und bei einer fröhlichen Wirtshausszene wird ausgiebig gefeiert.

Lüftlmalerei ist eine volkstümliche Variante der Scheinmalerei aus dem Barock. Dabei werden die Bilder in einer Freskotechnik auf den frischen Kalkputz auf der Hauswand aufgetragen. In einer chemischen Reaktion „verkieseln“ die Farben mit dem Putz und machen die Bilder so wetterfest und für lange Zeit haltbar.

 „Die traditionelle Lüftlmalerei arbeitet mit mineralischen Farben und stellt meist bäuerliche und religiöse Motive dar, wie es im 18. Jahrhundert üblich war. Aber auch solche Werke wie am Rheinischen Hof können wir als Lüftlmalerei bezeichnen“, sagt er. „Nur halten sie mit der modernen Putz- und Farbtechnik nicht derart lange wie die Bilder von damals.“



"Indian Summer"

Indian Summer, Grainau;                            Quelle: Kreisbote

Um einen "Indian Summer" zu erleben, muss man nicht unbedingt nach Amerika oder Kanada fahren. Das herbstliche Farbspektakel lässt sich beim Wandern auch im "Goldenen Landl" erleben und genießen. 

Am Fuße der Zugspitze leuchten im Oktober die rotgoldenen Kronen der knorrigen Ahorn- und Kastanienbäume aus dem Grün des Bergwalds hervor..



Partnachklamm - faszinierende Schlucht!

1912 wurde die Partnachklamm touristisch erschlossen. Die Partnachklamm zählt zu den eindrucksvollsten Schluchten der bayerischen Alpen, die jedes Jahr mehr als 200.000 Besucher anzieht. Auf einer Länge von 700 Metern durchschneidet die Partnach - gespeist unter anderem von Schmelzwasser des Schneeferner-Gletschers - mächtige Gesteinsschichten. Diese entstanden vor rund 240 Millionen Jahren in einem flachen Meer.

Patnachklamm

Die Wände der Klamm ragen bis zu 80 Meter empor, und am Ende der Schlucht öffnet sich der Blick auf das gewaltige Wettersteinmassiv. Durch in den Fels gesprengte Stollen und Durchgänge ist die Partnachklamm das ganze Jahr über begehbar. Von einer in 68 Metern Höhe über dem Fluss gespannten Brücke kann man von oben in die schäumenden Fluten blicken.


Die Partnachklamm gilt als eins der schönsten Naturdenkmäler Bayerns.





Marienplatz 2

82467 Garmisch-Partenkirchen




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About the author

Es ist wertvoller einen Ort im Detail zu erleben, als viele kleine Eindrücke eines unbegreifbaren Ganzen. Genius Loci - den Geist eines Ortes für sich zu entdecken, einzufangen und zu erleben. Wahrnehmen - verstehen - genießen! Als diplomierter Wirtschaftsingenieur mit zusätzlichem MBA-Studium an renommierter Universität in England (EMBA, EQUIS und AACSB akkreditiert) habe ich mehr als 30 Jahre auf C-Level (Vorstand Marketing und Vertrieb weltweit) für andere oft überraschende Wege zum Erfolg aufgezeigt.

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